03.11.2010
Unterbezirksvorstand
Presse
Die SPD Kierspe in der heimischen Presse
(Übernahme der Artikel mit freundlicher Genehmigung der Lokalredaktionen)
"Wir müssen da nicht noch eine Avenue schaffen"

Monika Baukloh, Marc Voswinkel und Erich Mürmann leiteten das Stadtgespräch eine Woche vor der Kommunalwahl.
20.08.2009 · KIERSPE - Obwohl sämtliche politischen Vertreter längst versichert haben, dass mit ihnen eine Wiederöffnung der Otto-Ruhe-Straße über das Gesamtschulforum zur Fritz-Linde-Straße hin nicht machbar sei und auch Bürgermeister Frank Emde in der Podiumsdiskussion am Montagabend im Rathaus nochmals ganz klar betont hatte, dass dies keine Option mehr sein könne und auch nicht müsse, weil gar kein Bedarf mehr dafür bestehe, war diese Überlegung trotzdem dann nochmals der Aufhänger und das zentrale Thema beim SPD-Stadtgespräch am Mittwochabend im Gemeindehaus Felderhof.
(Anmerkung des Webmasters: Der Termin für das Stadtgespräch stand fest, lange bevor "sämtliche politischen Vertreter und der Bürgermeister dieses versichert und betont hatten")
Allerdings sollte es dabei genauso um die Zukunft des Gemeindehauses, der alten Felderhofturnhalle sowie ebenfalls aller anderen Einrichtungen im Gebiet des neuen Bebauungsplans "Schul-, Kultur-, Sport- und Freizeitzentrum Felderhof" gehen. "Wir wollen Ihre Meinung wissen, um sie dann weiterzutragen", machte die Ortsvereinsvorsitzende Monika Baukloh bei ihrer Begrüßung und Einleitung deutlich. "Der Bürgermeister hat im Neujahrsinterview in der Zeitung Anfang dieses Jahres gesagt, dass er die Otto-Ruhe-Straße öffnen und die alte Turnhalle weghaben will", führte sie aus, versäumte zum Schluss aber nicht, zu erwähnen, dass seit Montag bekannt sei, dass er davon Abstand nehme. Sie sah besonders eine Gefahr für die vielen Kinder, die diesen Bereich zum Spielen nutzten. An sie werde in Kierspe viel zu wenig gedacht.
SPD-Fraktionsvorsitzender Marc Voswinkel ergänzte, dass der Stadtsportverband eindeutig erklärt habe, dass die Halle auch in Zukunft weiter gebraucht werde, und auch er selbst bekräftigte dies nochmals mit dem Hinweis, dass in absehbarer Zeit die bislang für den Schulsport genutzte Multi-Sports-Halle nicht mehr zur Verfügung stehen werde. "Dann ist klar, dass wir auf die alte Halle nicht verzichten können", pflichtete ihm der GSK-Sportfachkoordinator Lothar Winkler bei, der kurz zuvor noch ganz anderer Meinung gewesen war und für den Abriss plädiert hatte. Zur Begründung hatte er auf das Konzept beim Bau der neuen Vierfeldhalle hingewiesen, in dem immer vom Abriss der alten Halle ausgegangen worden sei. Zudem sei diese in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand, weshalb da richtig investiert werden müsse. Und da sei fraglich, ob sich das überhaupt lohne, denn es bliebe nun mal eine 40 Jahre alte Halle. Bezüglich der Planungen für das Gemeindehaus Felderhof, das durch die Stadt von der evangelischen Kirchengemeinde über einen Vermögenstausch übernommen und dann in ein sozio-kulturelles Zentrum umgewandelt werden soll, dämpfte Voswinkel die Euphorie etwas, weil erst noch geklärt werden müsse, welche Investitionen da auf die Stadt zukämen und wie der Betrieb zu regeln sei. Trotzdem bewertete er dies als gute Möglichkeit auch im Hinblick darauf, dass die Räume dann ebenfalls von den Schulen genutzt werden könnten.
Klaus Krämer von der CDU bemängelte die Überlegung für einen Durchbau der Otto-Ruhe-Straße ebenfalls und verwies darauf, dass das Wohngebiet Felderhof mit Fritz-Linde-Straße, Erfurter Straße, Höferhof und Am Stadion ausreichend erschlossen sei. "Wir müssen da nicht noch eine Avenue schaffen", sagte er. Grundsätzliche Kritik an den Kiersper Planungen, die sie als "Salamitaktik" bezeichnete, äußerte Petra Crone, denn es fehle genauso ein städtebauliches wie ein verkehrliches Konzept.
Letztlich wurde den Sozialdemokraten am Schluss von den anwesenden rund 20 Anwohnern und Vertretern der Schulen der Arbeitsauftrag erteilt, sich für die Sicherung des Gebietes mit allen vorhandenen Einrichtungen einzusetzen, dafür zu sorgen, dass keine Straße gebaut werde, die Tennisanlage des TCK gesichert, die alte Halle schnellstmöglich saniert und im Bereich des Forums Pflaster, Stufen und Beleuchtung instandgesetzt werden.
Ticket nach Berlin für Petra Crone
Nach Dagmar Freitag im Nordkreis jetzt auch eine SPD-Kandidatin für den Südkreis und Olpe
Städte, 16.01.2009, Carsten Menzel
Märkischer Kreis. Die SPD schickt im gemeinsamen Wahlkreis Märkischer Kreis I/Olpe Petra Crone aus Kierspe am 27. September ins Rennen um ein Bundestagsmandat.
Die Genossinnen und Genossen aus Olpe haben bereits ihre Zustimmung zu dem Vorschlag signalisiert, so dass die offizielle Nominierung der Kiersperin am 12. März in Meinerzhagen zur Formsache werden dürfte.
Damit wechseln beide große Parteien ihre Kandidaten: Beim Urnengang im Herbst 2005 war Uwe Beul aus Attendorn für die SPD angetreten und unterlegen; für die CDU holte Hartmut Schauerte das Mandat. Der CDU-Mann hat bereits im letzten Jahr seinen Rückzug angekündigt. Die Union entscheidet nächsten Freitag über einen neuen Kandidaten.
„Sie ist eine erfahrene und gestandene Politikerin”, begründete Unterbezirksvorsitzender Michael Scheffler gestern die Nominierung von Petra Crone, der er Geradlinigkeit und Aufrichtigkeit bescheinigte.
„Ich habe mich nicht gedrängt, aber ich stehe mit voller Kraft und vollem Herzen hinter der Aufgabe”, sagte die Kandidatin selbst und machte klar: „Ich will nicht nur die Basis vertreten, sondern Teil der Basis sein!”
Die 58-Jährige setzt bei der Auswahl ihrer inhaltlichen Schwerpunkte auf klassische sozialdemokratische Themen: Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen, soziale Gerechtigkeit und kostenfreier Zugang zu Bildung für alle. Eine „bodenständige Politik” versprach Crone. Aktuell verteidigte sie das Konjunkturpaket der Großen Koalition: „Davon profitieren Familien mit Kindern und gering Verdienende”.
Weil die Chancen auf ein Direktmandat für die SPD im tiefschwarzen Wahlkreis MK I/Olpe nicht besonders rosig sind, streben die Genossen einen guten Platz für Petra Crone auf der Landesliste an. „Damit der Märkische Kreis und Südwestfalen gut in Berlin vertreten sind”, wie Michael Scheffler formulierte.
Kandidat stellt sich bei SPD vor
Rolland: Ich will gestalten
Kierspe, 06.11.2008, Klaus Schliek

Die Mitglieder des SPD-Ortsvereins sind rundum glücklich mit ihrem Landratskandidaten Michael Rolland.
Für ihn lohnt sich der Einsatz. Mit ihm kann die SPD kreisweit in die Erfolgsspur zurückkehren: So die einhellige Meinung der Kiersper Sozialdemokarten über den 61-Jährigen ehemaligen Kreisdirektor. Der präsentierte sich während der Mitgliederversammlung am Mittwochabend im Hotel Unter den Linden als bürgernaher Verwaltungsfachmann.
Michael Rolland stellte klar: „Ich bin ein Kandidat der gestalten will und der gestalten kann.” Wichtig ist ihm, auf Kreisebene die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in Einklang zu bringen. Dabei setzt Rolland auf die „eng vernetzte kommunale Familie”. Derzeit herrsche ein Mangel im Miteinander zwischen den Städten und dem Kreis.
Ulrich Duffe startet erneut
Als örtlichen Kreistagskandidaten schickt die SPD erneut Ulrich Duffe ins Rennen. Er gehört dem Kreistag seit 1989 an. Viele Jahre widmete sich Duffe der Umweltpolitik. In dieser Legislaturperiode lag sein Schwerpunkt auf dem sozialen Bereich. Ortsvereinsvorsitzende Monika Baukloh klärte die Versammlung darüber auf, dass es bei der Kreistagswahl 2009 neben dem Kiersper Wahlbezirk einen weiteren gemeinsamen Bezirk mit Meinerzhagen gibt. Als SPD-Kandidat dafür wurde der Meinerzhagener Ortsvereinsvorsitzende Rainer Schmidt vorgeschlagen.
Bei der Vorstellung am Mittwoch verwies er auf Gemeinsamkeiten zwischen den Volmestädten. Als gebürtiger Kiersper, der seit vielen Jahren mit seiner Familie in Meinerzhagen lebt, fühlt Schmidt sich in beiden Kommunen zu Hause und kann dem städteübergeifenden Wahlbezirk viel Positives abgewinnen.
SPD auf dem richtigen Weg
Programmklausur zur Vorbereitung der Kommunalwahl 2009. Noch keine Personalentscheidungen, auch nicht zu möglichem eigenen BM-Kandidaten

Eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre bestimmte die Programmklausur der örtlichen SPD.
07.09.2008 19:20 • Von Rolf Haase
KIERSPE Während auf der Spitzenebene in der SPD schon die wichtigen Personalentscheidungen fallen und der derzeitige deutsche Außenminister und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier bei der Bundestagswahl im nächsten Jahr nun Kanzlerkandidat werden soll, beschränkten sich die Kiersper Sozialdemokraten bei ihrem ersten Zusammentreffen zur Vorbereitung der Kommunalwahl 2009 am Samstag im Stadtwerkegebäude noch auf eine reine Programmdiskussion.
"Wir haben uns bewusst nur mit inhaltlichen Themen beschäftigt und alle personellen Fragen außen vor gelassen", informiert Ratsfraktionsvorsitzender Marc Voswinkel im Nachhinein. So war weder die Besetzung der Wahlbezirke mit Kandidaten ein Thema noch die Frage eines eigenen Bürgermeisterkandidaten. Die wird damit weiterhin offen gelassen, während es von anderen Ratsfraktionen bereits klare Aussagen für den bisherigen Amtsinhaber Frank Emde gibt.
Registriert hatte man natürlich die Aussage der Linken, dass ein Antreten auch in Kierspe noch immer möglich sei. Aber Voswinkel stellt dazu fest, dass man sich "mit allen demokratisch legitimierten Gruppierungen letztlich dann im Rat auseinandersetzen müsse und auch werde, den Linken genauso wie Pro Kierspe. Doch räumte er ein, dass die Arbeit in einem Rat mit sieben politischen Kräften sicherlich nicht einfacher werde.
Zwar wird seitens der SPD gegen den von der Landesregierung vorgesehenen Termin für die Kommunalwahl am 7. Juni noch eine Verfassungsklage angestrengt, trotzdem konzentrieren sich die Parteien derzeit auf diesen Termin.
Gerne versammeln sich die Kiersper Sozialdemokraten zu solchen Themen wie der Programmklausur im Stadtwerkegebäude, damit einem neutralen Ort, an dem es sich gut tagen lässt. Zehn Mitglieder waren der Einladung gefolgt und arbeiteten mit. Anhand der kommunalpolitischen Ausschüsse wurden die verschiedenen Themenbereiche durchgegangen, wobei auch das alte Wahlprogramm zur Hand genommen wurde, um unter anderem zu sehen, was davon an Punkten schon umgesetzt wurde und was noch nicht.
Auf dem richtigen Weg sieht sich die Kiersper SPD so beim Thema Umgehungsstraße: "Der Lauseberg-Aufstieg ist ganz konkret in Planung und ebenfalls bei der Südumgehung, der B 237 n, laufen Gespräche. Hier muss weitergemacht werden", betont Voswinkel. Das eigene Gewerbegebiet Kiersperhagen sei genauso realisiert worden und die erste Firma baue dort.
Insgesamt wurde fünf bis sechs Stunden lang getagt, unterbrochen durch ein Mittagessen. Die Atmosphäre war sehr konzentriert. Angerissen wurden Programmpunkte aus den Bereichen Verkehr, Wirtschaftsförderung, Familie, Sport und Kultur oder auch Bildung. Zur Detailausarbeitung haben sich jetzt einige Mitglieder bereiterklärt. Die Ortsvereinsvorsitzende Monika Baukloh wird dann alles sammeln und in einen Guss bringen, der dann bei der entscheidenden Mitgliederversammlung, die voraussichtlich im November stattfindet, zur Diskussion und Beschlussfassung ansteht.
Zwei SPD-Stadtgespräche in diesem Jahr

19.04.2007
Monika Baukloh gratuliert Ulli Duffe zur 40-jährigen Parteizugehörigkeit. (WR-Bild: Schliek)
Kierspe. (iky) Unter Leitung der Vorsitzenden Monika Baukloh fand am Mittwoch die Hauptversammlung des SPD-Ortsvereins statt.
Mit zwei Veranstaltungen wollen die Sozialdemokraten die Reihe Stadtgespräch fortsetzen. Einen ersten Termin gibt es noch vor den Sommerferien. Das zweite Stadtgespräch folgt im Herbst. Die Partei bemüht sich augenblicklich um hochkarätige Referenten.
Im Rahmen der Versammlung berichtete Ulli Duffe aus dem Kreistag und Marc Voswinkel als neuer Fraktionschef von der Ratsarbeit. Hier spielten natürlich die Themen "Östlich Rathaus", Lausebergaufstieg und Gewerbegebiet Kiersperhagen eine zentrale Rolle.
Zuvor hatte Monika Baukloh die bisherige Fraktionsvorsitzende Petra Crone und die Fraktionsgeschäftsführerin Helga Stahl mit Blumensträußen verabschiedet. Den Kassenbericht für den Ortsverein stellte Christian Reppel vor. Danach wurde der Vorstand entlastet.
Ralf Ullrich setzte sich für eine Teilnahme der SPD-Mitglieder an der Unterschriftenaktion zur Einführung eines Mindestlohnes in Deutschland ein. Der Ortsverein wird dies unterstützen. Monika Baukloh verwies auf die Planung für das Familienfest im Sommer und auf den im Spätherbst vorgesehenen Klönabend.
Alarmierend hohe Jugendarbeitslosigkeit

SPD regt gezielte Maßnahmen an. Neuer Arge-Chef informiert bei der Versammlung des Ortsvereins: "Wir bilden zurzeit gezielte Teams"
19.4.2007
Von Rolf Haase
KIERSPE · Während im Westen Deutschlands 8,3 Prozent der Arbeitslosen junge Menschen unter 25 Jahren sind, liegt dieser Wert in Nordrhein-Westfalen wie auch im Regierungsbezirk Arnsberg bei 8,2 Prozent, im Märkischen Kreis bei 6,9 Prozent - aber in Kierspe bei 11,1 Prozent. Diese Zahlen nannte Volker Riecke, seit dieser Woche neuer Chef der Arbeitsgemeinschaft Grundsicherung für Arbeitssuchende MK, kurz Arge, während seines Vortrages bei der Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins am Mittwochabend im Hotel Unter den Linden.
Die Informationen des Arge-Leiters veranschaulichten, dass der Anteil von jungen Arbeitslosen in Kierspe alarmierend höher ist als in anderen Städten und Gemeinden im Kreis sowie ebenfalls im Bundes- und Landesdurchschnitt. Als einen Grund dafür stellte er dar, dass Maßnahmenträger für diese Klientel fehlten. Außerdem machte er auf die vielen kinderreichen Spätaussiedlerfamilien aufmerksam. So würden von der Arge in Kierspe Bedarfsgemeinschaften mit bis zu zwölf Kindern betreut.
In der Sitzung nahmen die Genossen dies spontan zum Anlass, die Fraktion zu beauftragen, einen Antrag in Rat und Ausschüsse einzubringen, der die hohe Jugendarbeitslosigkeit vor Ort aufgreift, was einstimmige Zustimmung fand. Durch eine gemeinsame Anstrengung von Politik und Verwaltung müsse versucht werden, die speziellen Hemmnisse, dass junge Arbeitslose vermittelt werden können, zusammen mit der Arge zu überwinden.
Volker Riecke zog ansonsten eine positive Bilanz der Arbeit während der vergangenen Jahre: So erwähnte er, dass die Arge anders als in anderen Kreisen in allen Städten und Gemeinden mit größeren oder kleineren Niederlassungen vertreten sei, so dass die Menschen kurze Wege hätten. Von Anfang 2005, als der Startschuss fiel, bis März dieses Jahres sei die Zahl der Stellen von 228 auf 338 angehoben worden, 9,5 davon in der Kiersper Dienststelle.
Insgesamt würden heute 17 675 Bedarfsgemeinschaften betreut, davon 636 in Kierspe. Dabei handelt es sich um 35 374 Personen, davon 1355 in Kierspe. Erwerbsfähig seien insgesamt 24 713 Personen und vor Ort 931. Während die Zahl der Bedarfsgemeinschaften von 16 737 Anfang 2005 (in Kierspe 584) erst mal auf 19 894 (732) Ende des Jahres und 20 434 (774) im März 2006 gestiegen sei, ging diese dann im vorigen Jahr deutlich zurück auf jetzt 17 675 (636), berichtete der Arge-Chef.
Die Verringerung habe insgesamt 13,5 Prozent betragen und in Kierspe sogar 17,8 Prozent. Doch würden diese Zahlen aufgrund einer rechtlichen Veränderung in dieser Zeit trügen: So sei erschwert worden, dass Jugendliche von zuhause ohne trifftigen Grund ausziehen dürfen, um eine eigene Bedarfsgemeinschaft zu bilden. "Auf eigenen Füßen stehen zu wollen, reicht nicht mehr", betonte Riecke und verwies auch hier auf den hohen Kinderreichtum in Kierspe. Folge sei, dass weniger Jugendliche ausgezogen seien und dadurch das Ergebnis verfälscht hätten.
Das Problem der hohen Zahl der Arbeitssuchenden unter 25 Jahren führt dazu, dass die Arge sich gerade umstrukturiert und eigene Teams bildet, die gezielt diese Gruppe betreuen. Dies soll flankiert werden von mehr Maßnahmenträgern für junge Menschen. Zusätzliche Probleme ergäben sich durch die unzureichende Anbindung Rönsahls an den ÖPNV. Hinzu käme, dass manche Heranwachsenden schwer zu motivieren seien.
Das zeige sich auch in der Wahrnehmung von Weiterbildungs-, Trainings- und Beschäftigungsmaßnahmen: Insgesamt gab es hier 9968 Teilnehmer im vergangenen Jahr, davon waren 3135 unter 25 Jahren alt. In Kierspe standen den insgesamt 523 Teilnehmern 173 junge Leute gegenüber. 6503 Menschen seien in eine Erwerbstätigkeit integriert worden, der Anteil der Jüngeren lag bei 1993. Ergänzend informierte Volker Riecke noch, dass eine Bedarfsgemeinschaft pro Monat 841 Euro erhalte, sowie auch, dass natürlich manchmal Sanktionen verhängt werden müssen, was bei dem jüngeren Personenkreis erheblich häufiger passiere.
"Wenn´s drauf ankommt, hat er Biss"

17.04.2007
Die SPD-Fraktion wählte einen neuen Vorstand. V.l.: Nadine Müller (Geschäftsführerin), Helga Stahl (bisher Geschäftsführerin), Frank Howorka (stellv. Vorsitzender), Petra Crone (bisher Vorsitzende), Marc Voswinkel (bisher stellv., jetzt Vorsitzender) (WR-Bild: V. Lübke)
Kierspe. (hey) An den Gundsätzen der SPD-Fraktion werde sich nichts ändern, sagte deren neuer Vorsitzender Marc Voswinkel nach seiner Wahl am Montagabend (WR berichtete). An eine neue Klangfarbe werden sich Rat und Verwaltung dennoch gewöhnen müssen. Marc Voswinkel ist nicht Petra Crone.
"Er ist genauso lange dabei wie ich, agiert stets ruhig und bedächtig - aber wenn´s drauf ankommt, hat er genug Biss." Mit diesen Worten warb Crone für die Wahl ihres Wunschnachfolgers. "Ich hoffe, dass ich die Arbeit so gut weiterführen kann, wie sie es sieben Jahre lang vorgemacht hat", dankte Voswinkel für das einstimmige Votum.
So wichtig der demokratische Akt der Vorstandswahl nach Worten des neuen stellvertretenden Fraktionschefs Frank Howorka ist, so eingespielt präsentierte er sich gemeinsam mit Marc Voswinkel als neues Führungsduo. Bei der Vorstellung der groben Ziele der künftigen Fraktionsarbeit warfen sie sich die Spielbälle gekonnt zu: Die Fraktion habe unter Petra Crone sehr geradlinig gearbeitet, stellte Voswinkel fest. Howorka: "Es wäre fatal, jetzt ganz von vorne anzufangen."
Die mit den Stadtgesprächen erreichte Bürgernähe sowie die Fortbildung der Mitglieder habe die SPD zu einer überaus sachkundigen Fraktion gemacht. Als Musterbeispiel nannte Howorka das Thema Spielhalle. Lausebergaufstieg und Baugebiet Östlich Rathaus stehen auch nach dem Wechsel an der Fraktionsspitze für die SPD nicht zur Diskussion. Voswinkel: "Klärungsbedarf gibt es nur noch bei der Umsetzung." Bei der Erschließung der Gewerbegebiete Kiersperhagen und Grünewald wollen die Sozialdemokraten ebenso am Ball bleiben, wie bei der Initiative zum Jugendparlament. "Und wir werden weiter ein Auge auf die Wernscheid´schen Weiden halten", sprach sich Howorka klar gegen einen Vollsortimenter aus.
Den Haushalt habe die SPD aus gutem Grund geschlossen abgelehnt, stellte sich Marc Voswinkel hinter seine Vorgängerin: "Das hat etwas mit dem Vertrauensverhältnis zum Bürgermeister zu tun."
Es sei schon etwas Besonderes, unter einer solchen Vorsitzenden zu arbeiten, sprach Voswinkel weiteren Rednern aus der Seele: "Man findet selten Menschen, die mit so viel Elan an einer Sache arbeiten wie sie." - "Bloß kein Abgesang", bremste Petra Crone gerührt die Lobeshymnen: "Ich bleibe ja in der Fraktion."
Petra Crone gibt Posten der Fraktionschefin ab
Sie sieht ihre Entscheidung als logische Folge der eingeschlagenen Verjüngungskur der SPD. Fraktion tagt am Montag und wählt neuen Vorstand
14.4.2007
Von Rolf Haase
KIERSPE · Jahrelang hat sie sich an vorderster Front, unter anderem auch im Stadtrat, für die Sozialdemokratie und deren Ziele engagiert, doch jetzt steht für Petra Crone der Entschluss fest: Sie tritt ins zweite Glied zurück, zumindest was die kommunalpolitische Arbeit vor Ort betrifft. Wenn am kommenden Montag die Fraktion tagt, dann ist Halbzeit in der Ratsperiode und es gilt, einen neuen Fraktionsvorstand zu wählen. Das ist gesetzlich so vorgeschrieben. Und die 56-Jährige hat angekündigt, dass sie nicht mehr zur Verfügung steht.
Das sieht sie durchaus als logische Folge der bereits zur Kommunalwahl eingeschlagenen Linie, denn da waren die Grundlagen für eine Verjüngungskur in der Fraktion gelegt worden. "Wir sind heute im Kiersper Rat mit Abstand die jüngste Fraktion und haben außerdem die meisten Frauen in unseren Reihen", erwähnt sie an dieser Stelle und verweist auch auf die neue junge Ortsvereinsvorsitzende Monika Baukloh.
Dieser Entwicklung solle nun ebenfalls mit dem neuen Fraktionsvorstand Rechnung getragen werden, deshalb ziehe sie sich zurück. Zwar ist noch nicht klar, wer Petra Crones Nachfolger wird, doch steht zumindest fest, dass dieser auch in Zukunft erst mal auf die Erfahrungen der routinierten Kommunalpolitikerin zurückgreifen kann. Denn Petra Crone bleibt im Rat und in der Fraktion als Garant für Kontinuität.
Sie stellt ihr Amt mit einem guten Gewissen zur Verfügung, weil sie genau weiß, dass die SPD-Fraktion nicht nur eine junge und ausgewogen besetzte, sondern auch eine schlagkräftige Truppe ist. Zweiter Mann in der Fraktion ist zurzeit Marc Voswinkel. Ob nun seine Stunde schlägt und er aufrückt, muss natürlich erst mal abgewartet werden. Geschäftsführerin ist gegenwärtig Helga Stahl.
"Am Anfang der Ratsperiode hatte ich kurz schon überlegt, ob ich nach der verlorenen Bürgermeisterwahl überhaupt antreten soll", gesteht Petra Crone. Aber dann hatte sie sich schnell besonnen und entschieden, sich der Herausforderung doch zu stellen. Bilanz ziehend kann sie heute bloß sagen, dass dies richtig war. "Denn es war eine gute Zeit, in der wir einiges bewegt und erreicht haben." An erster Stelle listet sie die zahlreichen Stadtgespräche als Erfolg auf, weil diese Veranstaltungen zu unterschiedlichsten Themen wie Spielsucht, Kinder als unsere Zukunft, öffentlich-private Partnerschaften oder auch Netzwerke für Senioren, um von den insgesamt 13 nur mal die letzten im vergangenen Jahr zu nennen, dazu beitrugen, mit den Bürgern ins Gespräch zu kommen.
"Das war immer ein Ziel von mir und auch der SPD", bringt sie ihre Motivation dabei auf den Punkt. Und diese Gespräche hätten stets die politische Arbeit sehr positiv befruchtet. "Denkt man nur mal an die Einrichtung der Koordinierungsstelle für die Seniorenarbeit im Rathaus", nennt sie ein Beispiel. Genauso gingen aber die Schaffung der Streetworkerstelle sowie die Bewegung gegen die Spielhölle am Wildenkuhlen auf Initiativen der Sozialdemokraten, unter anderem im Rahmen der Stadtgespräche, zurück.
Die 56-Jährige hat keinen Zweifel, dass die neue Fraktionsführung diese Grundlinie fortführen wird. "Denn wir haben immer im Team gearbeitet und waren uns in diesem Punkt einig", erklärt sie. Das galt ebenso für viele Inhalte wie die unnachgiebige Forderung nach einem roten Faden bei der Kiersper Stadtentwicklung, was letztlich dann zum städtischen Einzelhandelsgutachten führte und auch in die Stadtentwicklungs-Arbeitsgruppe mündete. Weitere Themen, die Petra Crone in den vergangenen Jahren extrem wichtig waren, sind die Kindergartenarbeit und die Schulpolitik gewesen. So habe die SPD, aber auch sie persönlich immer voll hinter der Gesamtschule gestanden. Ein Grund, um so einst mit ihrem Mann nach Kierspe zu ziehen, sei die gerade neu geschaffene GSK gewesen.
Ihr Rückzug aus dem Fraktionsvorstand heißt aber nicht, dass sie sich ebenfalls von anderen Aufgaben trennen möchte. Obwohl erkennbar ist, dass sie ihre persönlichen Schwerpunkte etwas verlagern will. "Ich werde weiter in den überregionalen Gremien bleiben", kündigt sie an. Sie ist so stellvertretende Vorsitzende des Unterbezirksvorstandes und seit 1996 zudem Mitglied im Bundesparteirat der SPD.
1989 wurde sie sachkundige Bürgerin im Ausschuss und zugleich Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen. 1994 zog sie dann über den Gewinn eines Direktmandates erstmals in den Kiersper Stadtrat ein. Nachdem Petra Crone ein paar Jahre Ortsvereinsvorsitzende war, übernahm sie 2000 das Amt der Fraktionsvorsitzenden.
Deftige Kost auf dem Tisch

SPD hört hintergründig-humoristische Lyrik von Bernd Schnapp und isst Reibeplätzchen
12. Februar 2007
Die Reibeplätzchen ließen sich die Sozialdemokraten wie jedes Jahr schmecken.(MZ-Foto: Haase)
KIERSPE · Deftig war die Kost, die die Sozialdemokraten da genossen mit Reibeplätzchen, dazu Graubrot, Rübenkraut, Schinken und Apfelkompott, was die meisten mit einem kräftigen Schluck Bier runterspülten. Denn der goldgelbe Gerstensaft harmonierte am besten dazu.
Deftig war manchmal aber auch die Lyrik, die der frühere Deutsch- und Englischlehrer der Gesamtschule, Bernd Schnapp, quasi als Appetitanreger vorher eine gute halbe Stunde lang präsentiert hatte, als er aus seinem selbst herausgegebenen Gedichtband "Mitteilungen aus dem Leben" las. Eine Sammlung von rund 70 Gedichten, die die alltäglichen Dinge des Lebens behandeln, mal eben gehaltvoll, dabei aber nie derb, sondern immer sensibel. Die Inhalte sind vielfach satirisch-bissig, hochpolitisch, stets aber abwechslungsreich, hintergründig und häufig humoristisch, so dass Schnapp auch beim alljährlichen Reibeplätzchenessen des SPD-Ortsvereins am Freitagabend in der Gaststätte Bisitz in Höckinghausen die Lacher und Schmunzler ganz auf seiner Seite hatte.
Doch auch Wehmut kam auf, wenn er wie in vielen seiner Reime Liebe, Zweisamkeit, Alter und Krankheit thematisierte. Halt machte er auch nicht vor seinem eigenen Parkinson-Leiden. Wie er überhaupt seine Dichtung, die er nunmehr seit fünf Jahren betreibt, selbst als eine Form der Problembewältigung ansieht.
Der Pädagoge im Ruhestand machte keinen Hehl daraus, dass er das Rad nicht immer neu erfinde, sondern die verschiedenen eingesetzten Stilmittel auch bei Lyrik-Größen der Vergangenheit entlehne. Jedenfalls kam während der Lesung bei den aufmerksamen Zuhörern keinen Moment Langeweile auf.
Nachdem die Ortsvereinsvorsitzende Monika Baukloh die rund 30 Anwesenden begrüßt hatte, leitete Bernd Schnapp mit einer kurzen Anekdote, die einem fast wie ein stark gerafftes Spiegelbild seines Lebens vorkam, zu seinen Gedichten über: "Als ich vor 38 Jahren als Lehrer nach Kierspe kam, war ich zum ersten Mal in dieser Gaststätte", erinnerte er sich. Damals sei er bei einem Ausflug hier eingekehrt, um ein Bier zu trinken. Von einem der anwesenden Gäste sei ein Gedicht vorgetragen worden, dem alle aufmerksam gefolgt seien. Niemals, so Schnapp am Freitagabend, habe er sich damals träumen lassen, dass er beinahe 40 Jahre später an der gleichen Stelle sitzen und ebenfalls ein Gedicht lesen würde.
Die Themen seiner Lyrik waren breit gefächert. Aber nach "Gobalisierung", "Chaostag", "Das Telefon", "Der traurige Sonntag", "Dumm gelaufen", politischen Reimen wie zur Leitkultur, Emanzipation, Atomkraft und Freiheit, oder auch den Versen "Der Wind des Wandels" und vielen mehr war es dann an der Zeit, dass das Essen serviert wurde. · rh
SPD: Kaufkraft vor Ort binden

15.12.2006
Ladeninhaber M. Engstfeld (2. v. re.) nahm die SPD-Aufkleber von T. Voswinkel, M. Baukloh und P. Crone entgegen. (WR-Bild: dh)
Kierspe. (dh) Seit Mittwoch rollt der Verkehr auf der Kreuzung Wildenkuhlen wieder. Die Einzelhandelsgeschäfte an der Kölner Straße hatten in den vergangenen Wochen unter der Baustelle massiv zu leiden.
Weitere Umsatzeinbußen sind vorprogrammiert, wenn im kommenden Frühjahr die Bauarbeiten fortgesetzt werden. Die SPD möchte mit einer besonderen Aktion Hilfe leisten. Es wurden runde Aufkleber mit der Aufschrift "Kiersper für Kierspe" und dem schwarzen Rauk gedruckt.
"Der Aufkleber soll Kunden unter anderem zur Solidarität mit den Geschäften ermuntern, die unter der Baustelle leiden müssen", so die Idee, die Monika Baukloh, Petra Crone und Tobias Voswinkel gestern Nachmittag entlang der Kölner Straße vorstellten. Die Aufkleber werden von den Geschäftsleuten an die Kunden verteilt werden. "Der Aufkleber soll am Pkw befestigt werden", so Tobias Voswinkel, "damit fährt man quasi Werbung für die Idee."
Es geht der SPD um die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt. "Viele Verbraucher haben haben ihr Einkausfverhalten in den letzten Wochen umgestellt und vermehrt in anderen Städten eingekauft", meint Petra Crone. "Dieses Kaufverhalten muss sich wieder ändern."
"Um für das Einkaufen in Kierspe zu werben, ist es nie zu spät, auch wenn der Verkehr momentan wieder rollt", meint die SPD-Fraktionsvorsitzende. Gestern wurden die Aufkleber an die ersten Geschäfte verteilt.
Junge Vorsitzende für SPD-Ortsverein

23.11.2006
Kierspe. Monika Baukloh ist neue Vorsitzende des SPD-Ortsvereins. Im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde sie am Dienstagabend im Hotel Unter den Linden mit überwältigender Mehrheit gewählt.
Vorgänger Walter Schimanowski hatte zuvor die gut besuchte Versammlung eröffnet. Er legte kurz dar, aus welchen persönlichen Gründen er vor Ablauf der Wahlzeit von seinem Amt zurücktritt. Die SPD-Mitglieder zeigten dafür Verständnis. Kreistagsmitglied Ulrich Duffe würdigte den Einsatz Schimanowskis und dankte für die geleistete Arbeit. Walter Schimanowski bleibt Internetbeauftragter des Ortsverbandes. Er wird die SPD auch weiterhin als sachkundiger Bürger in Fachausschüssen vertreten.
"Ziel des Vorstandes war es, die Position schnell neu zu besetzen. Nur so kann die Arbeit nahtlos weitergehen", erklärte Duffe. Zur Wahl vorgeschlagen wurde die bisherige Ortsvereins-Kassiererin Monika Baukloh. Sie ist als Ratsmitglied in verschiedenen Fachausschüssen aktiv.
Ihr erstes Ziel als neue Ortsvereinsvorsitzende ist ein verstärkter Austausch mit den SPD-Mitgliedern vor Ort. In Form einer "offenen Tür" soll es einmal im Jahr ein Kennenlernfest geben. Damit will die Vorsitzende natürlich auch neue Mitglieder für den Ortsverein gewinnen. Daneben macht sich Monika Baukloh für die Fortsetzung der SPD-Stadtgespräche stark. "Das ist ein gutes Forum, auf dem man heiß diskutieren kann. So etwas fördert die Meinungsbildung", würdigte sie die von SPD-Fraktionschefin Petra Crone eingeführte Gesprächsreihe.
"Nur wenn man selbst begeistert ist von einer Sache, kann man die Menschen mitreißen", gab Monika Baukloh den Genossen noch mit auf den Weg. Schließlich geht es für die örtliche SPD darum, vor den nächsten Wahlen das Profil zu schärfen, um besser abzuschneiden als zuletzt. Dafür will Monika Baukloh in Zusammenarbeit mit der Fraktion den Weg ebnen.
Zum neuen Kassierer wurde am Dienstagabend ebefalls mit großer Mehrheit Christian Reppel gewählt. SPD-Landtagsabgeordnete Elisabeth Veldhues informierte anschließend über die aktuelle NRW-Sozialpolitik.
Von Klaus Schliek









