„Solidarität und Gewissen gefragt“

Veröffentlicht am 20.05.2011 in Presse

Johannes Becker berichtet in der MZ über unsere Jahreshauptversammlung:

„Die SPD braucht ein Mega-Thema“
KIERSPE ▪ Selbst Gerhard Schröder hätte es wohl nicht erwartet, dass er mehr als fünf Jahre nach seinem Rückzug aus der Politik immer noch für das schlechte Ergebnis seiner Partei bei Umfragen und Wahlen verantwortlich gemacht wird.

Doch so war es am Mittwochabend im Hotel „Unter den Linden“, wo die Mitglieder der Kiersper SPD zu ihrer Jahreshauptversammlung zusammengekommen waren.

Ausgangspunkt für die Diskussion über Probleme und Chancen der Sozialdemokratie war der Vortrag von Michaela Engelmeier-Heite. Die Sozialdemokratin aus Gummersbach ist Mitglied im Bundesvorstand der SPD und bearbeitet in dieser Funktion die Schwerpunkte Sport und Politik im ländlichen Raum.

Sie forderte ihre Kiersper Genossen auf, dazu beizutragen, dass wieder stärker sozialdemokratische Themen nach vorne gestellt würden, „und nicht eine Kanzlerkandidatendebatte – zweieinhalb Jahre vor der Wahl.“ Den Wahlergebnissen in Baden-Württemberg und Rheinlandpfalz konnte die Rednerin nicht viel abgewinnen. „In Stuttgart sind wir nur noch Juniorpartner und in Mainz hat Kurt Beck zehn Prozent verloren. Das ist wahrlich kein Grund zur Freude.“ Ihrer Meinung nach müssten der SPD die Wähler in Scharen zulaufen, „bei dem Murks, den Merkel und Co. machen.“ Doch genau das passiere nicht. Die Ursache sieht Engelmeier-Heite in der CDU-Politik, die unter Schröder gemacht worden sei: „Da wählen die Bürger aber lieber gleich das Original.“

Dem stimmte auch Erich Mürmann in der anschließenden Diskussion zu, als er sagte: „Wir haben unsere Glaubwürdigkeit noch nicht zurückbekommen. Da hilft für die Zukunft nur Ehrlichkeit und Offenheit.“ Ähnlich sah das auch Petra Crone, die der SPD bescheinigte, ihre Rolle noch nicht gefunden zu haben. „Wir müssen vor Ort handeln und das für die Menschen. Es gibt viele Themen bei denen sozialdemokratische Tugenden wie Solidarität und soziales Gewissen verlangt werden.“ Als Beispiele nannte die Bundestagsabgeordnete die Familienpolitik und den demografischen Wandel.

In eine ähnliche Richtung ging auch der Beitrag des Kreistagsabgeordneten Ulrich Duffe: „Die anderen setzen Mega-Themen, das muss uns auch gelingen. Und spätestens bis zur Bundestagswahl brauchen wir auch solch ein Mega-Thema, das von den Menschen verstanden wird und mit dem sie sich identifizieren können.“ Als Beispiele anderer Parteien nannte er die Anti-Atomkraft-Haltung der Grünen oder den Slogan „Mehr Netto vom Brutto“, mit dem die FDP vor der vergangenen Bundestagswahl gepunktet habe.

Einig waren sich die SPD-Mitglieder darin, dass es wichtig sei, auch außerhalb von Wahlkampfzeiten das Gespräch mit den Bürgern zu suchen. Da passte der Jahresrück- und Ausblick der Kiersper SPD-Vorsitzenden Monika Baukloh gut, die über die Oster-Aktion berichtete, bei der man gefärbte Eier verteilt habe und auch die Ankündigung, noch in diesem Jahr Grillstände aufzubauen, um die Kiersper mit Würstchen und politischen Gesprächen zu überraschen.

Die Vorsitzende äußerte sich aber im Rahmen der Versammlung nicht nur zu strategischen Überlegungen, sie nahm auch die Ehrung langjähriger SPD-Mitglieder vor. Und da gab es ein ganz besonderes Datum zu feiern. War doch Günther Riedel bereits vor 65 Jahren und damit kurz nach der Wiederaufnahme der politischen Arbeit der SPD nach dem Krieg der Partei beigetreten.

Im Vergleich dazu erschienen die beiden anderen zu Ehrenden geradezu wie Neumitglieder. Dorothea Neumann gehört seit 40 Jahren zu den Genossen und hatte ihren „Willi-Wählen“-Button mitgebracht. Genauso lange gehört auch Friedhelm Wolf der sozialdemokratischen Partei an. Für alle drei gab es Urkunde, Ehrennadel und eine Flasche Wein – natürlich Rotwein. ▪ Johannes Becker

 
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